Portrait? …und Kaffee! Teil eins

Passiv offensiv, wie bestellt und nicht abgeholt stand ich auf einem fixen Punkt in der Wandelhalle des Hamburger Hauptbahnhofs – ein Schild in der einen, meine Kamera in der anderen Hand. Dabei suchte ich zunächst ständig den Blickkontakt zu den passierenden Passanten***, auffordernd, leicht verschmitzt grinsend. Die Masse streifte vorbei, nicht wenige Blicke richten sich auf mein Schild und ebenso nicht wenige Lippen lasen “Portrait? …und Kaffee!” Die Reaktionen danach waren recht unterschiedlich…
Mal hetzen sie stumpf weiter durch den Bahnhof, wenden den Blick einfach wieder scheu oder desinteressiert ab, mal sah ich fragende Gesichter, oft auch einfach Verlegenheit in Form eines schüchternen Lächelns samt vorsichtigem Blickkontakt. In der letzteren Situation reagierte ich oft mit einem anbietenden Heben der Kamera und lies ein kleinen wenig pantomimisch meinen Gesichtszirkus spielen, um nonverbal “Du wolle Foto?” rüberzubringen – nur gut das mein “nonverbal” niemand hören kann. Hin und wieder kam es so wenigstens zu einem Gespräch, einige Mal auch zu einem Portrait, dem Kaffee und einem abschließenden Kurzinterview. Hier schreibe ich von eben diesen Begegnungen und was danach geschah.

Tag null

Ganz nach dem Motto “einfach machen” stand ich am Abend nachdem mir die Idee kam das erste Mal in der Wandelhalle und schaute was passiert. Eine junge Frau war interessiert, wollte jedoch weder Foto, noch Kaffee. Ebenso ein junger Mann, der zwar für die Aktion keine Zeit hatte, dann aber doch recht lange mit mir schnackte – auch ein Hobbyfotograf der eine Fujifilm Kamera sein Eigen nennt. Von ihm bekam ich den Hinweis auf eine spezielle Buchhandlung in Hamburg, die auf Fachbücher spezialisiert ist und nicht zu den großen Online-Buchhändlern gehört. So interessant das Gespräch auch war, ein Foto gab es leider nicht.

Jesus

Doch dann traf ich auf Jesus, Jesus auf mich, ich erlebte seinen Auftritt. “You cannot believe to whome you are talking to!?! .. Jesus Superstar!” Und auch wenn Jesus weder Kaffee noch Vertrag wollte, ein Foto samt schriftlicher Einwilligung was die Veröffentlichung angeht gab es dennoch. Und eben durch diese Möglichkeit konnte ich feststellen, dass die Helios-Linse mit der ich fotografierte wohl doch nicht die Wahre für diesen Zweck ist. Die Ergebnisse waren gemessen an den grundsätzlichen Möglichkeiten technisch eher dürftig. So entschied ich mich für das nächste Mal das moderne XF 56 f1.2 Objektiv mit Autofokus einzusetzen. Um die Leute nicht warten zu lassen und aus einem anderen Grund: die beste Situation auch direkt ordentlich einfangen zu können. Bei der Sichtung der einzelnen Bilder einer jeweils kleinen Serie, waren die ersten immer mit Abstand am natürlichsten und freundlichsten.

Tag eins

Das nächste Mal “Portrait? …und Kaffee!” sollte etwas dauern. Nach der Ideenfindung Ende Oktober 2017 dauerte es bis Ende Februar diesen Jahres, dass ich wieder in der Wandelhalle stand. Entgegen der ursprünglichen Idee, nutzte ich nicht die Zeit zum Überbrücken bis zur nächsten Bahn, sondern stellte mich sehr geplant dort hin. Es hatte sich bis dahin entgegen meiner ursprünglichen Erwartung keine spontane Möglichkeit durch ausgefallene Züge oder das längere Warten auf Anschlüsse ergeben – was ganz im allgemeinen für die Deutsche Bahn und meine Planung spricht ;). So stellte ich mir einen Serientermin für Dienstag nach der Arbeit im Kalender ein.

Astrid

“Obdachlos” hatte ich kurz vor meinem ersten Abend im Bahnhof noch vom Fragebogen in Bezug auf den Aufenthaltsgrund am Bahnhof gestrichen, warum kann ich gar nicht sagen, irgendwie hielt ich es für überflüssig und unangebracht. Und dann stand die obdachlose Astrid vor mir und fragte, was unter “Portrait! …und Kaffee?” zu verstehen sei. Entgegen der meisten anderen Obdachlosen, die mich in der Zeit am Bahnhof ansprachen, machte Astrid einen recht aufgeweckten und “ordentlichen” Eindruck (keine Wertung!). So hatte ich auch nicht den Eindruck, dass es Ihr primär um den Kaffee ging. Es war ihre Neugier, ihr Interesse daran zu erfahren, was es mit mir und dem Schild auf sich hatte. Viel Zeit hatte Astrid nicht, es galt für sie ja noch weiter zu “schnorren.” Dafür, das erste Mal das gesamte Prozedere von Anfang (Foto) bis Ende (Fragebogen) durchzuexerzieren reichte es dennoch. Foto geschossen und danach mit Kaffee und Kuchen an einen Tisch gesetzt ging es in die Fragerunde. Das Leben als Obdachloser hat mich schon immer interessiert. Neben der Lektüre von George Orwells “Down and Out in Paris and London” hatte ich früher mal die Idee, selber ein paar Tage auf der Straße zu leben… warum kann ich gar nicht genau sagen. Mit meinem schon recht alten Interesse im Hinterkopf fiel es mir nicht schwer direkt ins Gespräch einzusteigen. So erfuhr ich einiges zu Astrids aktueller Geschichte und ihrem Tagesablauf. Seid gut zehn Jahren ist sie Obdachlos, verbringt tagtäglich vom späten Vormittag an bis in den späten Abend hinein ihre Zeit am Hamburger Hauptbahnhof. Durch die Flüchtlingswelle sind die Zeiten für sie jedoch härter geworden, da mehr und vor Allem penetranter gebettelt wird. Ursprünglich kommt sie aus Lübeck, schlief zur Zeit der Aufnahme/des Bildes jedoch in einem Keller eine nahegelegenen Wohnhauses in Hamburg. Um großartig nach den Hintergründen ihrer Obdachlosigkeit zu fragen, war leider nicht die Zeit. Im Nachhinein fielen mir noch diverse Fragen ein, die ich ihr auch gerne später noch gestellt hätte. Später auf dem Heimweg traf ich sie übrigens nochmal kurz, als ich auf dem Weg zu meinem Zug war – der ganz in der Nähe ihrer Lieblingsgleise abfährt – “weil auf Gleis 13/14 die Züge aus München ankommen und die Reisenden dieser Züge am meisten geben.”

Da wir zur Übermittlung  der geschossenen Bilder auch die Telefonnummer austauschten, erfuhr ich einige Wochen später, dass Astrid eine feste Bleibe hat, ganz in der Nähe meines Wohnortes, wo ich sie zwischendurch auch immer mal wieder auf dem Fahrrad zur Bahn fahren sehen. Dieser Umstand ist so ein kleines bisschen Happy End, da mein initialer Post auf Facebook mit einem Anriss dieser Begegnung direkt den Helferinstinkt bei einigen Leser ausgelöst hatte: Entwarnung!

Kiran

…kam vom Shopping, war hungrig und wollte eigentlich nur etwas essen. Als er mich sah und ansprach, dachte er direkt an den Zuhörkiosk von Christoph Busch, von dem er ein paar Tage zuvor Wind bekommen hatte. Kiran wollte den Kiosk eigentlich auch selber einmal aufsuchen, hatte es bis zu unserer Begegnung jedoch noch nicht geschafft. So ist es irgendwie wenig verwunderlich, dass unser Gespräch mit Abstand am längsten und aufschlussreichsten von allen war – Kiran hatte eine Menge zu erzählen. Seit gut 7 1/2 Jahren ist Kiran in Deutschland. Ursprünglich kam, der aus Indien stammende junge Mann (irgendwo zwischen Bangalore und Chennai), nur nach Deutschland, um seinen PhD zu machen und dann wieder zurück zu gehen. Der Plan schien mittlerweile jedoch verworfen worden zu sein, da Kiran das Studium mittlerweile abgeschlossen und ein paar Tage nach unserem Treffen seinen ersten Arbeitstag als Financial Consultant in Hamburg hatte – eine Niederlassungserlaubnis hatte er auch schon.

Auch wenn Kiran aufgrund der nicht Anerkennung seines vorhandenen indischen Masterabschlusses hier mit seinem Studium von vorne beginnen musste und das Studium hier “zehn mal schwerer” sei, war er voll des Lobes für Deutschland. Die Bürokratie sei hier mit der in Indien vergleichbar, im Gegensatz zu der in seiner Heimat funktioniert sie hier jedoch und er würde Deutschland zu 90% genießen (Zahlen schienen Kirans Ding zu sein). Zweimal im Jahr besucht Kiran seine Familie in Indien. Die Erzählungen untermalte Kiran mit vielen Bilder von Land und Familie. Tempelbilder eines zuletzt besuchten Wallfahrtortes in Indien, brachten uns dann dazu eher allgemein über Indien zu sprechen und auf ein in Indien spielendes Promovideo von Fujifilm, welches ich Tage zuvor fasziniert sah. So tauschten wir uns auch noch über Kunst, Fotografie und sein Hobby Malerei aus. Es war insgesamt schon erstaunlich, welche Wege das Gespräch nahm, bedenkt man, dass man sich nicht kannte  bzw kennt. Kirans Erzählungen waren so voller blumiger Details, seine englische Sprache so “typisch” indisch – Klischee pur, wenn in der Situation auch mehr als authentisch.

Tag zwei

M.N.

M.N.  traf mit ihrer kleinen Tochter auf mich. Sie waren auf dem Heimweg zur Bahn. Nach einem wichtigen Amtsbesuch und ein wenig Shoppen in einem Spielwarenladen im Anschluss war noch Zeit. Mein “schönes Lächeln” machte mich sympathisch und so sprach M.N. mich, auch aus Neugier getrieben, an. Ich nahm diese Unterhaltung mit gemischten aber positiven Gefühlen war. Auf der einen Seite, erfuhr ich recht persönliche Details zu Ihrer aktuellen Lebenssituation, die hier nicht ausgebreiten werden sollen – auf der anderen nahm ich eine vorsichtige Distanz war. Wenn ich diese Begegnung in Form einer Fabel erzählen würde, würde ich als Figur für M.N. ein neugieriges, verhalten vorsichtiges scheues Rehkitz wählen.

Wolfgang

Kurz nach M.N. sprach mich Wolfgang mehr oder weniger im Vorbeigehen an. Wolfgang war von Anfang sehr skeptisch interessiert, hatte nur begrenzt Zeit und wollte keinen Kaffee trinken. Weil ich versprach es kurz und schmerzlos zu gestalten, ließ sich Wolfgang dankenswerterweise dennoch auf ein Portrait und die Fragen ein. Entgegen des ersten Eindrucks war Wolfgang trotzdem sehr mitteilungsfreudig und auch neugierig, was meinen Auftriff anging, sodass wir insgesamt relativ viele Details austauschten, wenn auch weniger ausschweifend (für meine Verhältnisse) und zeitlich hoch effizient. So erfuhr ich von Beruf, Wohnort, Publikationen und Wolfgangs großem Interesse an Menschen im allgemeinen. Letzteres begründete auch die Kontaktaufnahme zu mir. Im Gegensatz zu M.N. bat Wolfgang mich jedoch aktiv, gewissen Details nicht zu veröffentlichen, da das Internet zu öffentlich sei, nichts vergisst und man am Ende nicht abschätzen kann, was dieser Umstand für einen bedeuten kann. Wolfgangs Skepsis blitzte im Gespräch immer wieder durch. Da ich jedoch nichts zu verstecken hatte, war er am Ende als Foto und Fragen abgehakt waren, verwundert wie schnell es doch ging.

Tag drei

Claudius

An meinem dritten Tag dauerte es nicht lange bis das erste Mal etwas bemerkenswertes passierte. Ich stand bestimmt noch keine fünf Minuten an meinem Platz, als ich das Interesse von Claudius wahrnahm. Ein junger Mann der links im Vorfeld an der Schaufensterfront stand, etwas aß und die Umgebung, bzw immer wieder mich beobachtete. Auf meine schon oft geübte und eingangs beschrieben non verbale Aufforderung mit Schild und Kamera hin, kam Claudius auf mich zu und wir ins Gespräch. Ich habe heute kein Foto für Dich – bzw von Claudius, er war auf seinem hamburger Zwischenstop zwischen Mexiko und Schwerin weniger an einer Aufnahme von sich interessiert. Allerdings fragte Claudius mich, ob ich nicht “Humans of New York” kennen würde. Meine Aktion erinnerte ihn daran und brachte mir sein Interesse ein.

Jerry, Robbi, David

Die vorerst letzte Portrait-Begegnung hatte ich dann gleich im Dreierpack mit Jerry, Robbi und David. Die drei jungen Männer waren wie alle vor ihnen vor allem neugierig interessiert und sprachen mich auf Grund meines “sympathischen Auftretens” hin an (O-Ton). Nachdem ich erklärte worum es mir bei der Aktion geht, waren sie direkt dabei, wollten meine Arbeit unterstützen und spaßten, dass die versprochene Cola auch ein Grund sei – das Wort “cool” in Bezug auf meine Aktion fiel mehrfach. Mein Angebot, die Getränke um etwas zu Essen aufzustocken, wurde nach kurzem bekräftigen, dass sie nicht betteln wollten, dankend angenommen. Die Fragerunde am mittlerweile angestammten Tisch der Bahnhofbäckerei gestaltete sich sehr amüsant. So flirtete David nach dem unterzeichnen des TFP-Vertrags kurz und gewitzt mit zwei jungen Frauen am Nebentisch: “Ey, ich bin jetzt offiziell Model”. Was wäre wohl passiert, wenn da schon klar gewesen wäre, dass die drei jetzt auch Coverboys dieses Artikels sind. In dem anschließenden Gespräch unterhielten wir uns darüber, wie sich die drei sich mit Obdachlosen Winterprogramm und Gelegenheitsjobs durchs Leben schlagen und welche Pläne und Wünsche sie haben – sehr genügsam wurde Gesundheit, eine positive Lebensentwicklung und ein Leben ohne Hindernisse als Wünsche genannt. Und so positiv und genügsam wie die Wünsche der drei, war auch ihr gemeinsame Auftreten. Daran, dass sie sehr dicke Freunde sind, ließen sie ohne es groß betonen zu müssen keinen Zweifel.

Tobias

“Die Welt ist klein” – dieser Spruch bewahrheitete sich am Abend dieses Tages noch einmal wieder. Kurz vorm Einpacken, ging Tobias, ein Nachbarskind aus meiner lügder Kindheitszeit, an mir vorbei. Hätte ich ihn in den vergangenen Jahren nicht immer mal wieder bei Heimatbesuchen zusammen mit seinem Zwillingsbruder gesehen, wären er und die Situation sicher unbemerkt an mir vorbei gegangen. So sprach ich ihn vorsichtig an und wir schnackten noch für eine kurze Weile sehr nett. Ein Foto oder spannende Geschichten gab es zwar nicht, dennoch empfand ich die Situation als besonders, da wir zuletzt zu Grundschulzeiten direkt miteinander zu tun hatten – und die ist schon eine ganze Weile her.

Nachbereitung

Nach Tag drei hatte ich mir erstmal genug Material gesammelt und mir dementsprechend vorgenommen, dieses in eine präsentierbare Form zu bringen. Ich bereitete einen kurzen Text, bzw Dank vor, aktualisierte mein Schild aus den gewonnenen Erfahrungen heraus und startete mit dem Niederschreiben der Fragebögenstichworte und dem Erlebten. Auch fragte ich mich, was einen Leser/Euch wohl interessieren würde, welche Fragen ich noch stellen könnte, wenn ich das nächste Mal die Chance hätte diese im “Portrait? …und Kaffee!”-Zusammenhang zu stellen. Hast Du eine Idee? …hast Du eine Frage? … dann bitte ab damit in die Kommentare!
Eine Auswahl an Bilder ließ ich für die portraitierten Personen entwickeln. In Briefen gingen sie dann bald samt kurzem Dank per Post raus. Leider kamen nicht alle an. Nachdem mich eines Abends der Vater von David anrief, um mich nach meiner Verbindung zu seinem Sohn zu fragen und um mir mitzuteilen, dass David bei der angegebenen Ardesse nicht wohnen würde, kamen die drei Bilder wenige Tage später mit dem Vermerk “unbekannt verzogen” zurück. Ich bin mir recht sicher, dass ich die Bilder an diese Adresse schicken sollte, weil ein gemeinsamer Umzug oä anstand – aber wer weiß, vielleicht werde ich sie ja irgendwann nochmal an die drei los – die Welt ist ja klein.

Tag vier – to be continued?

An Tag vier war kein Tag vier im üblichen Sinne und verlief dann so ganz unerwartet anders. Die Abende hatte ich mir wie beschrieben auf Wochen im voraus geblockt und so nahm ich mir für diesen vor, die Nachbereitung nach Feierabend in einem Café voranzubringen. Ich wollte mich eigentlich gar nicht in die Wandelhalle stellen. Meine frisch erworbene Kamera schrie jedoch so laut danach ausprobiert zu werden, dass ich doch nochmal eben kurz auf dem Weg… usw… Ob diese Entscheidung gut oder war oder nicht – ich weiß es nicht – zumindest war es der Anfang vom vorläufigen Ende. Die einzige Person die mich sehr freundlich ansprach, war ein Mitarbeiter der Wandelhallen Verwaltung der mich bat meine Aktion einzustellen – auch weil die Kamera einen zu “professionellen Eindruck” hinterließ. Ich versuchte noch kurz klarzustellen, das ich absolut keine professionellen Absichten verfolgen würde und auch andere vorgebrachte Argumente haltlos seien, gab dann jedoch ein wenig ungläubig nach – ungläubig, weil ich dem Herren seine Rolle nicht so 100%ig abgenommen hatte.
Allerdings erwies sich mein Nachgeben am Folgetag als nicht so ganz verkehrt. Als ich der Verwaltung persönlich einen Besuch abstattete, lag meine Abends zuvor übergebene Visitenkarte schon auf dem Schreibtisch. Die Dame mit der ich dort sprach, war nicht nur sehr nett, sondern auch wirklich interessiert. Für eine Entscheidung, ob ich ggf weitermachen darf, sollte ich mich jedoch per e-Mail an ihren Chef wenden. Auch dies tat ich in einer sehr ausführlichen und freundlichen Form. Angekommen war die Mail auch, wie ich beim Nachhaken ein paar Wochen später erfuhr. Auf eine Antwort warte ich jedoch leider noch bis heute. Wenn ich es mir positiv erklären sollte, warum eine Antwort bislang ausbleibt, dann so: eine offizielle Antwort könnte aus verschiedenen rechtlichen Gesichtspunkten nur negativ ausfallen, von daher belässt man es unausgesprochen dabei. Bisher tue ich dies auch genau so, es dabei belassen. Die Idee werde ich aber sicher später noch einmal ausgraben – in welcher Form auch immer – oder vielleicht nochmals mit diesem Artikel im Gepäck bei der Verwaltung vorsprechen.

Re­sü­mee

…einfach mal machen, über den eigenen Schatten springen und jetzt hiermit auch zuende bringen – das hat was. Die Reaktionen waren irgendwie immer positiv und gingen meist in Richtung “Du bist mutig”. Für mich fühlte es sich gar nicht so mutig an, es war eher spannend zu sehen was passiert, es hatte schon einen ganz besonderen Reiz dort auf meiner kleinen unsichtbaren Bühne in der Wandelhalle zu stehen. Die mehr oder weniger kurzen Gespräche die sich mit oder ohne Foto ergaben fanden mit sehr unterschiedlichen Personen statt, ob man Beruf, Herkunft, Geschlecht, Alter, oder, oder, oder betrachtet. Was alle einte war das Interesse, die Neugier und eine wunderbare Offenheit. Was mir daraus bleibt ist nichts real greifbares. Ich verdiene nichts daran, ich habe in der Zeit am Bahnhof selber nichts nachhaltig produktives geleistet, aber sicher dem einen oder anderen ein Lächeln entlockt und sehr angenehme Gespräche mit sehr netten Menschen geführt, die mir vertrauensvoll einen kleinen Einblick in ihr Leben gewährt haben. Danke dafür!

 

*** “passierenden Passanten” die wahrscheinlich Peter Patzig oder Petra Putzig heißen… rasante Reisende dann vielleicht Rio Reiser!? Ja, schon klar: “Papa, nicht lustig!” 😉

Mein Name ist Christoph, bzw xof, was einfach nur eine Kurzform von Christoph darstellt – wie bei Christmas und xmas.
Auf diesem meinem Blog halte ich meine Entwicklung als Fotograf und Künstler “… Träumer, Spinner, Mensch …” fest. Weitere Profile im Netz findest Du bei Instagram und Facebook, dort fasse ich mich kürzer und poste entsprechend häufiger…

3 thoughts on “Portrait? …und Kaffee! Teil eins

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